Die Trutzburg der Erdnusshelden
Der Orden der Erdnusshelden hat einen festen Sitz gefunden – und der könnte kaum passender gewählt sein.
Doch bevor der erste Stein gesetzt werden konnte, musste der Orden eine beachtliche Leistung vollbringen: Stolze 500 Holzplättchen wurden von den Mitgliedern zusammengetragen – eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung, die eindrucksvoll zeigt, was entschlossene Helden gemeinsam erreichen können. Der Lohn für diese Mühen: ein eigener Ordenssitz, wie er im Buche steht.

Am Rande der weiten Orksteppe, zwischen den Siedlungen Twerbok und Wangalen, erhebt sich seitdem eine neue Festung: die Trutzburg des Ordens. Auf einer flachen Anhöhe gelegen, gewähren ihre Mauern einen weiten Blick über das offene Land – bis hin zu den düsteren Grenzen des Orkgebietes, die stets eine stille Mahnung bleiben.
Die Burg ist kein Ort des Komforts, sondern der Pflicht. Massives Mauerwerk, wachsame Türme und ein schweres Tor künden von dem Auftrag, dem sich der Orden verschrieben hat: die Grenze gegen mögliche Vorstöße aus der Steppe zu sichern und als Bollwerk zu stehen, wenn andere längst das Weite suchen.
Außer den Ordensbrüdern selbst leben hier kaum mehr als zwei Dutzend Seelen – Knechte, Handwerker und Versorger, die den kargen Alltag der Grenzfestung am Laufen halten. Eine eigentliche Siedlung sucht man vergebens; nur ein paar schlichte Hütten, Ställe und Vorratsschuppen schmiegen sich an die Außenmauern, als suchten sie Schutz im Schatten des Steins.
Wenn der Wind aus der Steppe weht und das Gras in der Ebene sich wellt wie ein graugrünes Meer, wirkt die Trutzburg wie ein einsamer Wächter am Rand der Wildnis – still, unnachgiebig, bereit.
Reisende, die den Weg zwischen Twerbok und Wangalen kennen, werden die neue Festung nicht übersehen können. Und wer weiß – vielleicht sucht der Orden ja den einen oder anderen tapferen Recken, der es versteht, an unwirtlichen Orten seinen Mann zu stehen.