Vergiftete Klingen
Bisher waren Gifte die Waffe der Spinnen und Skorpione – jetzt dreht ihr den Spieß um: Im Gepäck lässt sich jedes taugliche Gift per Klick auf eine angelegte Nahkampfwaffe auftragen. Wie lange der Auftrag hält, entscheidet die Giftkunde eures Helden – ein bis vier Kämpfe sind drin, wobei stärkere Gifte schwerer zu dosieren sind. Wer von einer vergifteten Waffe getroffen wird und die Konstitutionsprobe verpatzt, leidet je nach Gift unter geschwächter Attacke und Parade, blutet Runde um Runde, verliert Ausdauer oder steht gar gelähmt da – und manches Gift wirkt noch Tage nach dem Kampf nach.
Auch Fernkämpfer kommen auf ihre Kosten: Pfeile, Bolzen und Blasrohrpfeile lassen sich ebenfalls vergiften. Eine Dosis reicht je nach Geschick für fünf bis acht Geschosse, und im Kampf greift euer Held von selbst zuerst zur vergifteten Munition. Gepäck und Kampfseite zeigen jederzeit an, was vergiftet ist und wie lange der Auftrag noch hält.
Nachschub gibt es auf mehreren Wegen: Einfaches Waffengift liegt bei Händlern etwa im Kaiserreich, in Wiesczarna und bei den Aurecciani aus. Das Starke Waffengift ist nur selten im Handel, lässt sich aber nach einem erlernbaren Rezept aus Schlangengift brauen – und die Gifte von Klapperschlange, Viper und Speikobra taugen auch pur für die Klinge. Ganz neu ist das berüchtigte Traumpilzgift: Legal nirgends zu kaufen, sondern nur zu brauen – das Rezept kursiert im Süden und in Wiesczarna –, vernebelt es dem Opfer noch tagelang Geist und Glieder.
Ein paar Grenzen bleiben: Die Arenaleitung duldet keine vergifteten Klingen, auch Duelle und das Training in der Kampfschule bleiben giftfrei. Untote und Dämonen kümmert Gift ohnehin nicht. Und keine Sorge beim Handeln – vergiftete Waffen und Pfeile gelten als Einzelstücke und wandern nicht versehentlich mit über den Ladentisch.
Alle Gifte, Werte und Bezugsquellen stehen in der Spielhilfe „Vergiftung“.